Chronik der Großglockner Hochalpenstraße

Erinnerungsplakette

Erinnerungsplakette „50 Jahre Großglockner Hochalpenstraße“ 1985

Die Chronik informiert in Kurzform über Ereignisse im Zusammenhang mit der Großglockner Hochalpenstraße. Manche darin vorkommenden Begriffe werden noch in den nächsten Woche zu eigenen Artikeln verlinkt und die Chronik wird immer wieder erweitert werden.

1896
Die Planung für die „Kaiserin-Elisabeth-Glocknerstraße“ von Heiligenblut zum Glocknerhaus beginnt.

1900
24. August: Die „Kaiserin-Elisabeth-Glocknerstraße“ erfolgt endlich der Spatenstich.

1908
3. September: Die „Kaiserin-Elisabeth-Glocknerstraße“ kann erstmals befahren werden.

1922
30. August – 5. September: bei der Mittersiller Amtshandlung wird über die Möglichkeit einer befahrbaren Alpenüberquerung entweder über den Felber Tauern (präferiert von der Tiroler Landesregierung) oder über das Hochtor (präferiert von der Salzburger und Kärntner Landesregierung) debattiert (siehe auch „was geschah im Jahr 1922″).

1924
25. Juni: Der „vorbereitende“ Ausschuss zur Errichtung einer Alpenquerungsstraße hält in Zell am See eine Sitzung ab, zu der er den Kärntner Bauingenieur Dipl.-Ing. Franz Wallack einlädt. In den darauffolgenden Tagen kommt es zu verschiedenen Begehungen im Glocknergebiet mit Ausschussmitgliedern und Wallack
28. Juni: Der „Ausschuß für die Erbauung einer Großglockner-Hochalpenstraße“ tritt zu seiner konstituierenden Sitzung im Hotel Rupertihaus in Heiligenblut zusammen. Noch am selben Abend erhält Franz Wallack den Auftrag zur „Erstellung eines generellen Projekts für eine Großglockner-Hochalpenstraße“ (siehe auch „was geschah im Jahr 1924„).

1925
Friedrich Wallack unternimmt eine ausgedehnte Studienreise und befährt 43 europäische Alpenpässe, darunter 13 Alpenhauptüberquerungen, und sammelt technische und praktische Erfahrungen (siehe auch „was geschah im Jahr 1925„).

1929
Im Spätherbst lässt der Salzburger Landeshauptmann Dr. Rehrl seinen Plan fallen, die Errichtung der Straße mit dem gigantischen Tauernkraftwerke-Projekt zu koppeln und beginnt mit der Umsetzung des Baus der Großglockner Hochalpenstraße im „Alleingang“.

1930
30. August: Der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl löst in Ferleiten den ersten Sprengschuss aus – der Bau der Großglockner Hochalpenstraße beginnt.

1931
19. Februar: die „Großglockner Hochalpenstraßen AG“ (GROHAG) konstituiert sich und das bisher bestandene Proponentenkomitee löst sich auf.
15. Juli: Die erste Teilstrecke von Dorf Fusch bis Ferleiten auf der Salzburger Seite kann dem Verkehr übergeben werden.

1932
5. Juni: Bundeskanzler Dollfuß besucht die Straße.
24. Juni: Der Finanz- und Budgetausschuss der österreichische Regierung gibt die fehlenden Geldmittel frei, damit weiter gebaut werden kann
27. Juni: Bauleiter Franz Wallack erteilt den Baufirmen den Auftrag zur Fertigstellung der beiden Straßenrampen.
1. September: Auf Salzburger Seite wird die Nordrampe bis Hochmais für den Verkehr freigegeben.
2. Oktober: Auf Kärntner Seite wird die Südrampe bis Guttal und die Gletscherstraße bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe fertiggestellt und von Bundespräsident Wilhelm Miklas eröffnet.

1933
18. August: Nachdem der jahrelang schwelende Variantenstreit zwischen Rehrl und Wallack über die Straßenführung der Scheitelstrecke endlich zugunsten der von Wallack bevorzugten Linie gelöst werden konnte, gibt der Ministerrat  grünes Licht für die Finanzierung dieses letzten Teilstücks der Straße.
14. November: Der Hochtor-Tunnel wird durchschlagen und die Bausaison endet mit einer Feldmesse zu Ehren der hl. Barbara.

1934
25. Mai: Die Arbeiten werden nach einem langen und strengen Winter wieder aufgenommen.
15. Juli: Bundeskanzler Dollfuß besucht gemeinsam mit Landeshauptmann Rehrl zehn Tage vor seinem Tod die Baustelle.
22. September: Rehrl befährt erstmals in einem speziell umgebauten Steyr 100 die gesamte Straße von Ferleiten nach Heiligenblut auf dem noch rohen Unterbau der Scheitelstrecke. Sein Beifahrer ist Oberbaurat Franz Wallack.
23. September: Rehrl eröffnet auf Salzburger Seite die Straße vom Hochmais bis zum Fuscher Törl und die Edelweißstraße auf die Edelweißspitze.
9.  Dezember: der letzte Seilbahnwagen mit Material fährt vom Hochtor talwärts – die Bausaison ist im Hochgebirge zu Ende für dieses Jahr.

1935
1. April: Die Arbeiter nahmen im noch tief verschneiten Baulager wieder ihre Arbeit am Hochtor-Tunnel auf. Eine Lawine hatte im Winter das Gebäude der Dieselanlage samt Transformatorenstation zerstört. Dabei kam ein Arbeiter ums Leben.
18. April: Die neue Dieselanlage  ist wieder aufgestellt.
6. Mai: Die Motoren für die Hochtor-Tunnelarbeiten laufen wieder und man beginnt mit den Schneeschaufelarbeiten zur Freilegung der Portale Mittertörltunnel
25. Mai: Fünf Arbeiter finden in einer schweren Grundlawine den Erstickungstod.
3. August: „Die Straße des Friedens“, die „Via vita“ wird von Bundespräsident Wilhelm Miklas ihrer Bestimmung übergeben. Die Baukosten betrugen nach heutigem Geld etwa 58,2 Millionen Euro, um ein Prozent weniger als veranschlagt. Im Eröffnungsjahr befahren 131.571 Personen die Straße.
4. August: Das erste internationale Automobil- und Motorradrennen findet auf der Großglockner Hochalpenstraße statt.

1936
1. Juli: Der GROHAG wird die Errichtung eines 2,5 Meter breiten Weges oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe genehmigt, der „Kanzler Schuschnigg-Weg“, später in Gamsgrubenweg umbenannt.

1938
August: Das zweite internationale Automobil- und Motorradrennen findet statt.
374.465 Besucher werden auf der Straße gezählt.

1939
August: Das dritte und letzte internationale Automobil- und Motorradrennen findet statt.

1953
Erstmals werden bei der Schneeräumung die von Hofrat Franz Wallack speziell für diese Straße konstruierten Wallack-Rotations-Schneepflüge eingesetzt.

1962
Mit 1.314.533 Personen wird die höchste je registrierte Zahl an Besuchern auf der Straße registriert.

1992
1.247.000 Besucher lockt in diesem Jahr die Straße an.

1994
25. Mai: Die GROHAG begrüßt den 45-millionsten Besucher seit der Eröffnung der Straße.

2011
7. Juli: Die höchst gelegene Automobilausstellung der Welt „125 Jahre Automobilismus“ wird im Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eröffnet.

2013
31. Juli: Weltsensation: Das Oldsmobile 6 C (Baujahr 1904) hat den Großglockner bezwungen.

2014
11. Juni: die Kunstausstellung „Alpenliebe“ in Erinnerung an den Komponisten Richard Strauss wird im Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe eröffnet. Anwesend sind die Urenkelin von Richard Strauss, Madeleine Rohla-Strauss und Marchese Alessandro Pallavicini, ein Nachkomme des Markgrafs Alfred Pallavicini, einem berühmten österreichischen Alpinisten.

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