29. April 2015: Treffen der beiden Schneeräumungsteams

die beiden Schneeräumungsteams treffen beim Hochtor aufeinander (Bildquelle: © http://www.neumayr.cc – Franz Neumayr / GROHAG)

Am Mittwoch, den 29. April 2015, nach etwas mehr als 14 Tagen Arbeit, war es soweit: unterhalb des Nordportals des Hochtor-Tunnels, auf Salzburger Seite, trafen sich die Schneeräumungsmannschaften aus Heiligenblut und Fusch an der Großglocknerstraße/Ferleiten. Bei strahlend blauem Himmel, aber kühler Temperatur, wurden die letzten Meter der Großglockner Hochalpenstraße frei gefräst. Die Wallack-Rotationspflüge arbeiteten auf Hochtouren und schleuderten den Schnee weit ins Gelände.

Im Bild v. l. Grohag Generaldirektor Johannes Hörl erhält den Schlüssel für die Straße vom Leiter der Schneeräumungr Peter Embacher (rechts). In der Bildmitte Norbert Winding (Geschäftsführer Haus der Natur und verantwortlich für Forschungsstation Obernassfeld Glocknerstraße). (Bildquelle: © http://www.neumayr.cc – Franz Neumayr / GROHAG)

Nachdem die beiden Wallack-Rotationspflüge, eine vom Süden und eine vom Norden kommend, sich auf „Schaufelfühlung“ angenähert hatten, gratulierte Generaldirektor Dr. Johannes Hörl (Großglockner Hochalpenstraßen AG)  dem Leiter der Schneeräumung Peter Embacher und seinem Team für die geleistete Arbeit, die nicht immer ungefährlich ist. So ging vor einigen Tagen unmittelbar vor der Durchfahrt der Räumfahrzeuge auf einem bereits geräumten Straßenabschnitt eine Lawine ab und verschüttet die Straße über einen Meter hoch.

Bei dem sogenannten „Durchstich“ erhielt Dr. Hörl von Embacher einen Schlüssel überreicht, den symbolischen Schlüssel zum „Aufsperren“ der Panoramastraße.

Bildquelle Peter Embacher, GROHAG

Beim Mankeiwirt

Zahlreiche Journalisten waren zu diesem Ereignis auf den Berg hinauf gefahren. Im Anschluss an den Durchstich kehrten sie im Gasthof Fuscherlacke „Mankeiwirt“ genannt, zu einer stärkenden Jause ein. Ja, Herbert Haslinger, der Mankeiwirt, ist immer der Erste hier oben, der nach dem langen Winter seine Gaststätte aufmacht. Mit dabei war natürlich auch ein Murmeltier, das im österreichischen Dialekt Mankei heißt. Denn Haslinger kümmert sich seit Jahrzehnten um verletzte Murmeltiere, die er aufpäppelt und dann wieder in die Freiheit lässt. Hin und wieder bleibt ihm aber einer seiner murmelnden Freunde als „Untermieter“ im Gasthof Fuscherlacke erhalten. Also, bei einem Besuch beim Mankeiwirt nach dem Mankei fragen!

Die Durchfahrt von Nord nach Süd, sowie die Auffahrt auf der Gletscherstraße bis zum Schöneck sind ab Freitag, den 1. Mai 2015, unter sehr guten Bedingungen möglich. Die Auffahrt bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und bis zur Edelweiß-Spitze wird in wenigen Tagen (voraussichtlich am 7. Mai 2015) freigegeben – bis dahin gelten ermäßigte Tarife.

Alle Bilder des heutigen Durchstichs sowie der anderen Räumtage auf meiner Bilder-Reportage-Seite im Internet.

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